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DIE SAGE DER WILDEN FRAU

In grauer Vorzeit hauste in einer Höhle am Wildfrauberg die "Wilde Frau" mit ihrem Mann in einer geräumigen Höhle, deren Reste man heute dort noch besichtigen kann.

Die Wilde Frau (Zeichnung von Karl-Heinz Hartmann)
Die Wilde Frau (Zeichnung von Karl-Heinz Hartmann)

Man erzählt, daß die "Wilde Frau" sich oft im nahegelegenen Weickartshain einen eisernen Kochtopf auslieh, der ihr aber nie gerne ausgehändigt wurde, da sie es mit dem Zurückbringen nicht sonderlich genau nahm. Deshalb beschloß sie, einen Holzeimer zu kaufen und diesen als Kochtopf zu verwenden. Den sooft benutzten eisernen Topf brachte sie wieder ins Dorf zurück. Statt sich aber freundlich für das ausgeliehene Stück zu bedanken, sagte sie zu den Besitzern:

"Habt scheisgen Dank, jetzt hun aich selwer mein Uewerhang !"

In der Zeit, in der die Frau im Dorf war, sollte der Mann in dem neuen Topf eine Suppe kochen. Er machte ein mächtiges Feuer in der Höhle, hängte den neuen Holzeimer mit Wasser gefüllt darüber und setzte sich daneben. Es war wohlig warm in der Höhle und es dauerte nicht lange, da fielen ihm die Augen zu und er schlief tief und fest ein.

Als die Frau nach Hause kam, sah sie nur noch den verkohlten Henkel des neuen Eimers über der Feuerstelle hängen. Da überkam sie eine rasende Wut; sie rüttelte den Schläfer wach und es kam zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf der Mann das Weite suchte. Voller Zorn ergriff die Frau einen mächtigen Stein, krallte die Finger fest hinein und schleuderte ihn mit aller Wucht dem Fliehenden gut 400 Meter weit hinterher.

Die Höhle der Wilden Frau, unweit der Weickartshainer Schweiz
Der Wildfraustein, der etwa 400 Meter von der Höhle entfernt liegt
Die Höhle der Wilden Frau, unweit der Weickartshainer Schweiz
Der Wildfraustein, der etwa 400 Meter von der Höhle entfernt liegt

Offensichtlich hat sie ihren Mann aber nicht getroffen, denn dieser entwich in die "Wilde Grube" bei Grünberg. Von dieser Zeit an, hat man nichts mehr von der "Wilden Frau" und ihrem Mann gehört, noch gesehen.

Eine der Wildfrausteingeschichten (es gibt verschiedene leicht abgewandelte Versionen) berichtet davon, daß die "Wilde Frau" in rasendem Zorn ausgerechnet den stützenden Stein ihrer Höhle herausriss und diesen ihrem Manne hinterher schleuderte. Die Höhle brach daraufhin zusammen und begrub sie unter den Trümmern. Der Mann aber, der dies nicht verschmerzen konnte, ertränkte sich wenige Tage später im Wilde-Mann-Teich bei Grünberg.

Auszug aus: „Ein sagenhafter Spaziergang rund um Weickartshain“ von Karl-Heinz Hartmann (Kulturring Weickartshain 1996)

 

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